Was ist ein Kleingarten nach dem Bundeskleingartengesetz?

Der Pächter hat gegen Bezahlung der Pacht das Nutzungsrecht an seiner Parzelle, er kann sie nach Vorgaben der Gartenordnung und des Pachtvertrages bepflanzen und auch bestimmte zugelassene Baulichkeiten wie Laube und Pergola errichten.

Der Schutz durch Einbindung in den Rahmen des Kleingartengesetzes bringt auch Pflichten mit sich, wie z.B. die gemischte Nutzung der Parzelle für den Anbau gartenbaulicher Erzeugnisse und zur Erholung. Hierin unterscheidet sich ein Kleingarten von einem rein der Freizeitgestaltung dienenden Wochenendgrundstück.

Voraussetzungen für einen Kleingarten

Macht Ihnen Gartenarbeit Freude?    

Möchten Sie eigene Erträge aus dem Garten?

Haben Sie Interesse an der Natur und sind Sie bereit, durch naturgemäßes Gärtnern ihren Beitrag zum Naturschutz zu leisten?

Haben Sie genügend Zeit für die Anforderungen, die der Garten stellt?

Ein Garten ist nicht nur für das Grillen am Wochenende da.

Sind Sie bereit, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen, den Verein durch ihre Mithilfe und Arbeit zu unterstützen?   

Sind Sie bereit, sich an die vereins- und anlageninternen Regeln zu halten? 

Eine Kleingartenanlage braucht bestimmte Ordnungen und Regeln, die dafür sorgen, dass allen Gartenfreunden ein gleiches Maß an Freiraum erhalten bleibt. Die Voraussetzungen dafür sind in der Satzung des Vereins, dem Unterpachtvertrag und der Gartenordnung niedergelegt, die im Interesse eines guten Miteinanders eingehalten werden müssen.

Zur Kleingartenanlage gehören auch Gemeinschaftseinrichtungen wie Grünflächen, das Vereinsheim, Spielplätze, Wege und Parkplätze, die von allen genutzt und daher auch von allen Mitgliedern im Rahmen der vom Verein festgelegten Gemeinschaftsarbeit gepflegt, unterhalten oder auch neu angelegt werden.

Was kostet ein Garten?

  • Da wir ein eingetragener Verein sind, ist es für die Pachtung eines Gartens erforderlich dem Verein beizutreten. (jährlicher Mitgliedsbeitrag für den  Pächter = 28,00 €   bzw. Familienmitgliedschaft z.B. für Ehefrau  oder Lebensgefährten(in) =  10,00 €). 
  • Zu diesen Kosten kommen noch die Pacht, Gemeinschaftsarbeit, FED-Versicherung (Feuer, Einbruch, Diebstahl), Wasserbrauch etc. dazu. Gesamtkosten im Jahr zwischen 200 - 400 €, je nach Wasserverbrauch und Pachtkosten.

Was gibt es noch zu wissen?

  • Jeder Garten verfügt über einen eigenen Wasseranschluss sowie über eine eigene Wasseruhr, die jährlich abgelesen und über die Wintermonate, zum Schutz gegen Frost, abgebaut und im Frühjahr wieder angebaut wird. Der Wasserverbrauch sowie die anderen anfallenden Kosten (z.B. Pacht, Versicherung, Mitgliedsbeitrag) wird über eine Jahresrechnung abgerechnet.
  • Es handelt sich bei uns um eine Dauerkleingartenanlage. Aus diesem Grund  sind wir bei der Bewirtschaftung unserer Gärten (seitens des Gesetzgebers) an ein paar Vorschriften gebunden. Eine gewerbliche Bewirtschaftung ist nicht erlaubt. Der Garten muss zu drei gleichen Teilen bewirtschaftet werden: Obstanbau, Gemüseanbau, Freizeitgarten.
  • Außerdem unterliegen die Baulichkeiten auf den einzelnen Parzellen auch Vorschriften. 

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Wenn Sie Interesse an einem Kleingarten haben, dürfen Sie sich gerne bei der Pächtersprechstunde vorstellen.

Die Pächtersprechstunde findet am 2. Dienstag im Monat von 18-20 Uhr statt, außer an Feiertagen.

Auch Garten-Neulinge werden nicht allein gelassen. Es stehen Fachberater  in ausreichender Anzahl zur Verfügung, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen und nützliche Tipps geben.

Die Nachfrage nach einem Kleingarten stieg in den letzten Wochen und Monaten sehr stark an, daher können wir leider vorläufig keine Bewerbungen mehr annehmen. 



 

 

 

 

 

 

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